Wochenendbericht - Groening Motorsport

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Wochenendbericht

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Am Donnerstagmittag ging die Fahrt in Richtung EUROSPEEDWAY LAUSITZRING los. Es war nun für uns ein lang ersehntes Rennwochenende, da wir das erste Mal im Rahmenprogramm der DTM mitfahren durften. Nach zweieinhalb Stunden Fahrt über die Landstraße erreichten wir den LAUSITZRING. Die Einfahrt ins Fahrerlager war sehr viel einfacher als gedacht. Ohne große Probleme wurde uns die Einfahrt genehmigt. Doch nun ging es um eine Platzwahl im eh schon sehr voll gestellten Fahrerlager. Nach anderthalb Stunden wurde uns ein Platz zugewiesen. Also machten wir uns gleich an die Arbeit und bauten nun schnellstens unser Zelt auf. Um auch den Ansprüchen zur DTM gerecht zu werden, setzten wir erstmals in unserem Teamzelt eine Trennwand ein. Diese trennte das Rennauto vom hinteren Aufenthaltsbereich ab. Am Freitagvormittag standen dann Wagen- und Papierabnahme sowie Fahrerbesprechungen für die HAIGO intern und die mit dem Rennleiter an. Danach waren noch ein paar Handgriffe am Renner nötig bevor es dann am Nachmittag zum freien Training raus auf den Kurs ging. Da wir mal wieder eine komplett neue Bremse an die Vorderachse stecken mussten, ging es nun darum, diese erst einmal einzufahren. Damit ging es in keiner Weise um Rundenzeiten, sondern diese Einbremsphase vernünftig zu bewerkstelligen. Am Ende des Trainings standen wir mit einem Platz 15 auf dem Monitor. Das ist natürlich zu erwarten gewesen aber halt nicht gewöhnlich für uns. Danach wurde der „RONNY“ für das Quali 1 noch vorbreitet. Am Samstag mussten wir nun ganz zeitig aufstehen um pünktlich um 08.25 Uhr am Vorstart zu stehen. Alle 20 Tourenwagen rollten durch die Boxengasse und warteten auf die grüne Ampel. Bei schon sehr gut gefüllter Tribüne wurde das Quali 1 freigegeben. Nun musste Peti  zeigen was in Mensch und Maschine steckt. Immer wieder änderten sich die Plätze auf den Monitoren. Wie schon gedacht waren mal wieder die ersten acht Autos innerhalb von 1,5 Sekunden. Und das auf einem knapp 5 Kilometer langen Kurs. Da ja keine Einheitsautos, sondern alle unterschiedliche und mit verschiedenen Antriebskonzepten aber auch historischen Fahrzeugen unterwegs sind, ist das schon eine wahnsinnig perfekte Präsentation unserer Fahrzeuge bei einem DTM Event. Nach dem karierten Tuch war uns ein kleiner Erfolg gelungen. Der Startplatz 4 war unserer. Schnell zurück ins Zelt um den Renner für das Rennen 1 vorzubereiten. Alle Handgriffe saßen. Jeder hatte gut zu tun um den  „RONNY“ perfekt herzurichten. Dann kam der Pfiff vom Cup Chef. Das heißt, dass alle  Autos an den Vorstart müssen, Aufstellung zum Rennen 1 beziehen. Durch Menschenmengen ging es dann in Richtung Boxengasse. Dann auf die Strecke in Richtung Startaufstellung. Die Grid Girls nahmen nun die Rennwagen in  Empfang. Peter auf P 4. Das Kamerateam bahnte sich den Weg durch die Startaufstellung, auch zu uns. Alle waren doch ein wenig aufgeregt, da solch ein Ambiente kein alltäglicher Rennalltag für uns ist. Nun ging es in die Einführungsrunde, dann alle auf ihre Plätze zurück. Die Startampel wurde aktiviert und los ging die Hatz. Peters Start war nicht perfekt, was allerdings technische Gründe hat, die wir in der nächsten Saison behoben haben müssen! Wir rutschten auf den P 7 zurück. Ein sehr schönes Bild für die Zuschauer ging nun Runden lang über den Monitor. Dicht an dicht fuhren die Tourenwagen ein geiles Rennen. Und wir vorne mit dabei. Guido Steinmann musste vor uns liegend seinen 05er mit einem Defekt abstellen. Peter lag nun auch auf P5. Nach vorn war wenig zu machen, da alle auf gleichem Niveau unterwegs waren. Rocco Berger lag hinter Peter in Lauerstellung. Selbst er konnte nichts gegen uns ausrichten. Doch dann hatte Peter einen Schaltfehler. Statt auf den zweiten Gang zu wechseln war leider der vierte eingelegt. In diesem kurzen Moment rutschte Rocco durch und nahm den 5. Platz für die letzten 3 Kurven an sich. So kam Peter mit Rocco fast zeitgleich über die Linie. Doch es war nur der 6. Platz für uns. Dennoch standen wir, bezogen auf die Rundenzeiten, den Spitzenplätzen in nichts nach. Das gab uns nun den Lichtblick für den Sonntag. Den Renner machten wir nun auch wieder gleich für den nächsten Tag fertig. Sonntagmorgen wurden wir von einem heftigen Donnern geweckt. Zum Glück zog es knapp am EUROSPEEDWAY vorbei. Wir gingen also mit Slicks ins Quali 2 des Wochenendes. Peter fuhr perfekte Zeiten, doch es wurde noch enger auf der Uhr. In Zehntel Abständen war für uns nur der siebente Startplatz drin. Gut für den Sport und für die Zuschauer; schlecht für uns. Zurück im Zelt angekommen wurde dann das Rennauto für das Rennen 2 fertig gemacht. Dabei wurden wir, wie am Vortag schon, von begeisterten und sehr interessierten Publikum umringt, beobachtet und befragt. Wir waren vom Zuspruch unserer Autos überwältigt, aber so soll es ja auch sein: Motorsport zum Anfassen. Vielleicht nicht so schnell wie ein DTM Auto, aber für jeden Fan offen und zugänglich. Am späten Nachmittag rollten wir nun wieder in Richtung Boxengasse, dann raus in Richtung Startaufstellung. Die Grid Girls empfingen wieder die Renner zünftig. Dann erfolgte die Einführungsrunde. START frei. Peti konnte den Platz 7 verteidigen. Dieses Mal war es noch dichter im Kampf der ersten 8 Plätze, als beim ersten Rennen. Peter konnte sich immer wieder neben andere Autos setzen, doch dann erfolgte die erst Safety Car Phase. Alles reihte sich wieder auf und der Neustart erfolgte eine Runde später. Wieder war Peter in Angriffsposition. Doch leider kam nach einem sehr heftigen Crash das Safety Car zum nächsten Einsatz. Mehrere Runden fuhren alle wie an einer Perlenschnur hinterher. Nun passierte etwas sehr Eigenartiges und auch nicht nach DMSB Richtlinien Übliches. Da nur noch 20 Sekunden auf der Uhr standen, scherte das Safety Car auf der Start-Ziel Geraden in die Box ein und machte die Blinkleuten auf dem Dach aus. Nun waren mehrere Fahrer im Feld so überrascht, dass andere sich vorbei schoben bzw. noch vor der Startlinie überholten. Somit war in der letzten Runde die ganze Platzierung der Autos verschoben worden. Wir kamen dann auf P5 ins Ziel. Aber ein sehr fader Beigeschmack bleibt für uns, da diese Entscheidung nicht dem Reglement entsprach. Das Rennen hätte unter Safety Car beendet werden müssen. Schade, es war ein so schönes und auch fast perfektes Wochenende. Sehr erfreut waren wir allerdings über die Einladung  im Rahmen der DTM 2020 auf dem Lausitzring. An diesem Wochenende wurde uns auch der Start für 2020 bei den NASCAR´s in Most zugesagt. Somit hat die Saison 2020 wieder ihren Reiz für uns. Aber jetzt geht es noch nach BRNO zum Saisonende, wo wir nun die Rennen 9 und 10 austragen werden.
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